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Tag 9

  • Autorenbild: Sandra
    Sandra
  • vor 10 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

So., 28.02.2027 – Page → Monument Valley 

Monument Valley, Forrest Gump Point und Navajo Country



Abfahrt in Page gegen 10 Uhr

Vorher noch ne Runde mit dem Rad am See entlang


Übernachtung: Goldings RV Resort Monument Valley

Geplante Meilen: 125

Geplante Fahrzeit: 3h

Reservierungen: ja


Geplante Unternehmungen:

Heute geht es weiter durch eine Landschaft, die wahrscheinlich ziemlich genau dem Bild entspricht, das ich seit meiner Kindheit vom amerikanischen Westen im Kopf habe.


Nach meiner Nacht bei Page beziehungsweise am Lake Powell verlasse ich die Gegend und fahre Richtung Osten. Mein Ziel ist das Monument Valley. Vorher möchte ich aber gerne noch eine kleine Runde mit dem Rad am Lake Powell drehen.


Für die Strecke gibt es heute keinen Grund zur Eile. Rund 125 Meilen trennen Page vom Monument Valley und ohne Stopps wäre die Fahrt in ungefähr 2½ Stunden erledigt.

Aber einfach nur durchfahren möchte ich hier ganz sicher nicht.


Die Route führt über den Highway 98 und anschließend den Highway 160 durch die Navajo Nation. Große Teile dieses Tages werde ich damit auf dem Gebiet der Navajo unterwegs sein. Kleine Siedlungen, weite Ebenen, Tafelberge am Horizont und dazwischen diese unglaublich langen Straßen, die irgendwo in der Ferne zu verschwinden scheinen.

Heute ist wieder einer dieser Tage, an denen die Fahrt selbst ein großer Teil des Erlebnisses sein soll.


Irgendwann erreiche ich Kayenta. Der Ort liegt etwa 20 Meilen südlich des Monument Valley und bietet sich noch einmal für einen Tankstopp und zum Auffüllen der Vorräte an.

Danach geht es auf den US-163.


Und spätestens jetzt dürfte die Landschaft immer vertrauter aussehen.


Mit jedem Kilometer tauchen mehr dieser gewaltigen roten Felsformationen am Horizont auf, bis schließlich das Monument Valley vor mir liegt.


Einen kleinen Umweg möchte ich allerdings noch machen.


Ich fahre auf dem US-163 weiter nach Norden und überquere dabei die Grenze von Arizona nach Utah. Hier befindet sich einer der wahrscheinlich berühmtesten Straßenabschnitte der USA: der Forrest Gump Point.


Genau hier läuft Forrest Gump im Film nach seiner jahrelangen Reise quer durch Amerika auf dem Highway und beschließt plötzlich, dass er keine Lust mehr hat weiterzulaufen.

Und natürlich muss ich dort hin.


Diese schnurgerade Straße, die scheinbar direkt auf die gewaltigen Felsformationen des Monument Valley zuläuft, möchte ich einmal mit eigenen Augen sehen.


Camper am sicheren Straßenrand abstellen, Foto machen, Aussicht genießen und vermutlich einen kurzen Moment darüber nachdenken, dass ich jetzt tatsächlich mit einem amerikanischen Wohnmobil mitten in dieser Landschaft stehe.


Danach geht es wieder zurück Richtung Monument Valley.


Für die gesamte Strecke des Tages inklusive des Abstechers zum Forrest Gump Point rechne ich mit ungefähr 150 bis 160 Meilen und etwa drei Stunden reiner Fahrzeit.


Mit meinen Stopps unterwegs, Kayenta, Forrest Gump Point und wahrscheinlich ziemlich vielen spontanen Fotopausen werde ich daraus aber ganz bewusst einen gemütlichen Reisetag machen.


Denn heute wartet kein möglichst volles Besichtigungsprogramm auf mich.


Das Monument Valley selbst möchte ich nicht einfach schnell abhaken.


Der berühmte 17 Meilen lange Valley Drive führt mitten hinein zwischen die gewaltigen Felsformationen. Mit meinem Wohnmobil darf ich diese unbefestigte Strecke allerdings nicht fahren. Wohnmobile sind auf dem Valley Drive verboten.


Was in meinem Fall aber überhaupt nicht schlimm ist.


Denn wenn ich schon mitten im Navajo Country bin, möchte ich das Monument Valley ohnehin lieber mit Menschen kennenlernen, deren Heimat diese Landschaft ist. Deshalb möchte ich eine geführte Navajo-Tour machen und dabei nicht nur die bekannten Felsformationen sehen, sondern auch etwas über die Geschichte, Kultur und Bedeutung dieser Landschaft erfahren.


Besonders reizen würde mich natürlich eine Tour zum am nächsten Morgen zum Sonnenaufgang.


Am Abend möchte ich deshalb ganz in der Nähe des Monument Valley übernachten.


Und dann gibt es hoffentlich nicht mehr viel zu tun.


Camper abstellen, Stuhl raus und einfach schauen.


Wenn langsam die Sonne tiefer steht, die roten Felsen ihre Farbe verändern und irgendwann Ruhe über dieser riesigen Landschaft liegt, brauche ich vermutlich kein großes Abendprogramm mehr. Vielleicht fahre ich aber mit dem Rad noch die 5 Meilen hoch zum The View Hotel und schaue mir von dort aus den Sonnenuntergang an.


Vielleicht gibt es etwas im Camper. Vielleicht kommt der Omnia wieder zum Einsatz. Vielleicht sitze ich einfach mit einem Getränk vor meinem kleinen Zuhause auf Rädern und schaue auf eine Landschaft, die ich bisher nur aus Filmen und Bildern kenne.


Und wenn es dunkel wird, wartet der nächste Grund, warum ich hier übernachten möchte.

Der Sternenhimmel.


Ungefähr 150 bis 160 Meilen, drei Stunden reine Fahrzeit und ansonsten möglichst wenig Zeitdruck.


Navajo Country, Forrest Gump Point und Monument Valley.


Heute darf Amerika ruhig genauso aussehen wie im Film.



Und so war es wirklich:


Tagesfazit:

⭐ Highlight des Tages

👎 Flop des Tages

🚐 tatsächlich gefahrene Meilen / Fahrzeit

⛽ Spritkosten

🏕️ Übernachtungskosten

🌡️ Wetter

📸 Foto des Tages

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