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Tag 7

  • Autorenbild: Sandra
    Sandra
  • vor 10 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Fr., 26.02.2027 – Route 66 → Grand Canyon 

Kingman, Seligman, Williams, Grand Canyon Village



Abfahrt nach Frühstück in Kingman gegen 10 Uhr

Div. Stops auf der Route 66


Übernachtung: Grand Canyon Village Mather Campground

Geplante Meilen: 170mi

Geplante Fahrzeit: 3h

Reservierungen: ja


Geplante Unternehmungen:

Heute geht es weiter auf einer Straße, deren Name wahrscheinlich wie kaum ein anderer für einen Roadtrip durch die USA steht: Route 66.


Nach meiner dritten Nacht im Camper verlasse ich Kingman und mache mich auf den Weg Richtung Osten. Heute möchte ich mir ganz bewusst Zeit lassen. Keine möglichst schnelle Verbindung zum nächsten Ziel, sondern alte Tankstellen, Neonreklamen, kleine Orte, endlose Straßen und all das, was man sich unter der Mother Road vorstellt.


Von Kingman geht es zunächst über die historische Route 66 Richtung Seligman. Allein dieser Abschnitt ist rund 70 Meilen lang und führt durch die weite Landschaft Arizonas.


Seligman gehört für mich natürlich unbedingt dazu. Der kleine Ort gilt als eine der Hochburgen der Route-66-Nostalgie und dürfte ziemlich genau das liefern, was ich mir für diesen Tag wünsche: alte Schilder, klassische Autos, Souvenirshops und jede Menge amerikanischen Straßenkitsch.


Und heute darf es ruhig ein bisschen kitschig sein.


Nach einem ausgiebigen Stopp geht es weiter nach Williams. Noch einmal etwa 40 Meilen Route 66 liegen vor mir.


Williams wird häufig als Gateway to the Grand Canyon bezeichnet und ist gleichzeitig einer der bekanntesten Route-66-Orte Arizonas. Auch hier möchte ich nicht einfach nur durchfahren. Camper irgendwo abstellen, ein bisschen durch den Ort laufen, fotografieren, vielleicht einen Kaffee trinken und einfach schauen, was mir gefällt.


Danach verändert sich der Charakter dieses Tages langsam.


Ich verlasse die Route 66 und fahre nach Norden. Von Williams sind es noch ungefähr 60 Meilen bis zum Grand Canyon Village. Die Landschaft wird grüner, die Wüste verschwindet langsam und immer mehr Ponderosa-Kiefern tauchen am Straßenrand auf.

Und irgendwo dort vorne wartet dann plötzlich dieses riesige Loch in der Erde.


Der Grand Canyon.


Für die gesamte Strecke von Kingman über Seligman und Williams bis zum Grand Canyon Village rechne ich mit ungefähr 175 bis 185 Meilen und rund drei Stunden reiner Fahrzeit.

Daraus werden bei mir ziemlich sicher sechs bis sieben Stunden.


Denn dieser Tag soll kein Fahrtag werden, sondern ein Route-66-Tag. Anhalten, fotografieren, durch Seligman schlendern, Williams anschauen und unterwegs wahrscheinlich noch fünfmal stehen bleiben, weil irgendwo ein altes Schild, eine Tankstelle oder ein rostiges Auto herumsteht, das unbedingt fotografiert werden muss.


Am Nachmittag möchte ich schließlich den Mather Campground im Grand Canyon National Park erreichen.


Camper abstellen, Stellplatz beziehen, kurz einrichten – und dann bekommt das Wohnmobil Feierabend.


Denn am Abend darf das Lectric wieder raus.

Vom Mather Campground gibt es Verbindungen zum Greenway-System des Nationalparks, sodass ich mit dem E-Bike Teile des South Rim erkunden kann. Ich möchte einfach losfahren, verschiedene Aussichtspunkte anschauen und mir irgendwo einen schönen Platz für den Sonnenuntergang suchen.


Natürlich werde ich mich dabei an die Strecken halten, auf denen E-Bikes erlaubt sind. Direkt am Rim gibt es nämlich auch Abschnitte des Greenways, auf denen Fahrräder und E-Bikes nicht fahren dürfen.



Und dann möchte ich einfach nur noch dasitzen.

Vor mir der Grand Canyon, langsam verschwindet die Sonne und die Felswände verändern mit jedem bisschen weniger Licht ihre Farbe.


Wie der Abend danach weitergeht, entscheide ich spontan.

Vielleicht fahre ich mit dem Rad noch ins Grand Canyon Village und gönne mir dort irgendwo ein schönes Abendessen.


Oder ich fahre zurück zum Campground, stelle einen Stuhl vor den Camper und mache mir selbst etwas.


Vielleicht nehme ich für diese Reise tatsächlich meinen Omnia mit. Dann könnte am Grand Canyon sogar der kleine Backofen auf dem Gasherd zum Einsatz kommen. Irgendetwas Einfaches hinein, Deckel drauf und während das Abendessen vor sich hin backt, sitze ich vor meinem Camper. Vielleicht gibt es ja noch Left-Overs von Mr. D'z?


Eigentlich gefällt mir dieser Gedanke fast besser.


Nach einem ganzen Tag Route 66 brauche ich am Abend vielleicht gar kein Restaurant mehr.

Camper, Omnia, etwas Gutes zu essen und anschließend ein ziemlich dunkler Himmel über dem Grand Canyon.


Mal sehen, wonach mir an diesem Abend ist.


Ungefähr 180 Meilen, Seligman, Williams, Route 66 und zum Abschluss mit dem E-Bike zum Sonnenuntergang am Grand Canyon.


Das dürfte einer dieser Tage werden, bei denen der Weg und das Ziel ausnahmsweise einmal gleich wichtig sind.



Und so war es wirklich:


Tagesfazit:

⭐ Highlight des Tages

👎 Flop des Tages

🚐 tatsächlich gefahrene Meilen / Fahrzeit

⛽ Spritkosten

🏕️ Übernachtungskosten

🌡️ Wetter

📸 Foto des Tages

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