Tag 5
- Sandra

- vor 11 Stunden
- 3 Min. Lesezeit
Mi., 24.02.2027 – Death Valley & Tecopa
Red Rock → Death Valley → Tecopa Hot Springs

Abfahrt Red Rock Canyon ca. 1h vor Sonnenaufgang
Dann Sonnenaufgang auf dem Scenic Drive mit Kaffee in der Hand
Übernachtung: Tecopa Hot Springs Resort
Geplante Meilen: 220
Geplante Fahrzeit: 5h
Reservierungen: ja
Geplante Unternehmungen:
Auch heute beginnt der Tag wieder früh. Sehr früh sogar. Denn bevor ich mich vom Red Rock Canyon verabschiede, möchte ich noch einmal genau das erleben, weshalb ich diesen Campground für meine erste Nacht mit dem Wohnmobil ausgesucht habe.
Zum Sonnenaufgang möchte ich mit dem Camper auf den Scenic Drive.
Der Scenic Drive ist eine rund 13 Meilen lange, asphaltierte Einbahnstraße, die einmal durch das Herz der Red Rock Canyon National Conservation Area führt. Die Straße schlängelt sich vorbei an roten und cremefarbenen Sandsteinformationen, hohen Felswänden und immer wieder kleinen Aussichtspunkten und Parkbuchten. Ohne anzuhalten braucht man für die Runde ungefähr 40 Minuten. Das dürfte bei mir allerdings eher theoretischer Natur sein. Ich kenne mich schließlich.
Im Februar öffnet der Scenic Drive bereits um 6 Uhr morgens. Vor 8 Uhr benötigt man außerdem keine Timed-Entry-Reservierung. Perfekt also für einen ruhigen Start in den Tag und hoffentlich die ersten Sonnenstrahlen auf den roten Felsen.
Danach heißt es Abschied nehmen von Las Vegas und Umgebung. Jetzt geht es endgültig hinaus in die Wüste und Richtung Death Valley.
Auf diesen Teil der Reise bin ich besonders gespannt. Bereits 2023 stand das Death Valley auf unserer Route, doch damals machten uns die schweren Hochwasserschäden einen Strich durch die Rechnung und wir mussten es komplett auslassen.
Dieses Mal soll es endlich klappen.
Von Red Rock geht es über Pahrump und Death Valley Junction in den Nationalpark. Je nachdem, welches konkrete 25-Fuß-Wohnmobil ich bei El Monte bekomme, wäre Dante’s View der erste große Aussichtspunkt. Von dort blickt man aus mehr als 1.600 Metern Höhe hinunter auf das Death Valley und Badwater Basin. Da die Zufahrtsstraße allerdings für Fahrzeuge über 25 Fuß gesperrt ist, werde ich erst vor Ort entscheiden können, ob dieser Abstecher mit meinem Camper überhaupt möglich ist.
Danach geht es weiter zum Zabriskie Point. Hier möchte ich auf jeden Fall anhalten. Die bizarren, wellenförmigen Gesteinsformationen gehören zu den bekanntesten Ansichten des Death Valley und lassen schon ziemlich gut erahnen, was mich an diesem Tag noch erwartet.
Anschließend führt mich die Straße hinunter nach Furnace Creek und damit mitten hinein ins Death Valley. Ab hier geht es weiter auf der Badwater Road Richtung Süden.
Unterwegs liegen unter anderem Golden Canyon und der Abzweig zum Artist’s Drive mit der berühmten Artist’s Palette. Auch hier entscheidet allerdings die tatsächliche Länge meines Campers darüber, ob ich die neun Meilen lange Einbahnstraße fahren darf. Für Fahrzeuge über 25 Fuß ist sie gesperrt. Im Zweifel lasse ich sie aus. Mit einem Miet-Wohnmobil möchte ich schließlich nicht am ersten richtigen Reisetag ausprobieren, wie exakt El Monte die Angabe „25 Fuß“ gemeint hat.
Das Highlight, das dagegen definitiv auf dem Programm steht, ist Badwater Basin.
Mit 282 Fuß beziehungsweise rund 86 Metern unter dem Meeresspiegel stehe ich dort am tiefsten Punkt Nordamerikas. Vor mir die riesige Salzfläche und irgendwo weit oben in den Bergen der Aussichtspunkt Dante’s View. Genau diese Dimensionen möchte ich einmal selbst erleben.
Von Badwater geht es anschließend weiter Richtung Süden und langsam wieder hinaus aus dem Death Valley. Über Shoshone führt mich die letzte Etappe des Tages nach Tecopa.
Nach ungefähr 200 bis 220 Meilen und rund 4½ bis 5 Stunden reiner Fahrzeit werde ich vermutlich gegen Abend im Tecopa Hot Springs Resort ankommen. Mit dem Scenic Drive am Morgen, den Stopps im Death Valley, Fotografieren und einfach mal irgendwo stehen bleiben und schauen, dürfte ich an diesem Tag aber insgesamt gut neun bis zehn Stunden unterwegs sein.
Und danach habe ich eigentlich nur noch einen Programmpunkt.
Tecopa ist bekannt für seine natürlichen heißen Quellen und genau dort möchte ich diesen langen Tag ausklingen lassen. Ende Februar können die Abende in der Wüste noch ziemlich frisch werden. Nach einem ganzen Tag unterwegs stelle ich mir deshalb kaum etwas Besseres vor, als draußen im warmen Thermalwasser zu sitzen.
Und wenn ich irgendwann genug eingeweicht bin, muss ich eigentlich nur noch nach oben schauen.
Weit draußen am Rand des Death Valley, fernab der großen Städte und ihrer Lichter, soll der Sternenhimmel über Tecopa unglaublich sein.
Morgens Sonnenaufgang zwischen den roten Felsen des Red Rock Canyon, tagsüber zum ersten Mal durch das Death Valley und abends in einer heißen Quelle unter dem Sternenhimmel.
Auf genau solche Tage freue ich mich bei diesem Roadtrip.

Und so war es wirklich:
Tagesfazit:
⭐ Highlight des Tages
👎 Flop des Tages
🚐 tatsächlich gefahrene Meilen / Fahrzeit
⛽ Spritkosten
🏕️ Übernachtungskosten
🌡️ Wetter
📸 Foto des Tages




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