1. ROADTRIP 2027 – VOR DER REISE
- Sandra

- vor 8 Stunden
- 7 Min. Lesezeit
USA Roadtrip 2027 – Übersicht

Die Route
17 Tage, rund 3.200 Meilen, fünf Bundesstaaten und einmal quer durch den amerikanischen Südwesten – von Los Angeles bis nach Texas.
Meine Reise beginnt in Los Angeles. Die ersten Tage werde ich noch mit einem Pickup unterwegs sein. Nach der Landung in LAX führt mich der erste Abend zunächst an den Pazifik und später hinauf auf den Mulholland Drive, bevor am nächsten Morgen der eigentliche Roadtrip beginnt.
Und zwar früh. Sehr früh.
Bereits gegen vier Uhr morgens möchte ich Los Angeles verlassen. Mein Ziel ist es, irgendwo draußen in der Mojave-Wüste auf der Ladefläche meines Pickups zu sitzen, einen dampfenden Kaffee in der Hand zu halten und den Sonnenaufgang zu beobachten. Danach geht es über Needles auf die historische Route 66, nach Oatman und über den kurvigen Sitgreaves Pass. Über Kingman führt die Strecke anschließend zur Nelson Ghost Town und schließlich nach Las Vegas.
In Las Vegas bleibt der Pickup zunächst mein Begleiter. Früh am nächsten Morgen geht es hinaus zum Valley of Fire. Wieder möglichst zum Sonnenaufgang. Danach möchte ich mit dem Pickup gemütlich durch die roten Felslandschaften cruisen und über die Strecke entlang des Lake Mead zurück nach Las Vegas fahren. Der Nachmittag und Abend gehören dann dem Strip.
Am folgenden Tag endet der erste Abschnitt der Reise. Ich gebe den Pickup bei Alamo zurück und fahre weiter zu El Monte RV. Dort übernehme ich mein Zuhause für die kommenden Tage: einen rund 25 Fuß langen Class-C-Camper.
Nach dem ersten Großeinkauf bei Walmart wartet noch ein ziemlich wichtiges Stück Reiseausrüstung auf mich. Ein Lectric E-Bike, das ich bereits vorher bestellt haben werde und in Las Vegas bei FedEx abhole. Wenn es die Zeit erlaubt, möchte ich damit noch ein wenig über den Campus der UNLV fahren. Danach geht es zum Red Rock Canyon Campground, wo die erste Nacht im Wohnmobil ansteht.
Und dann beginnt der eigentliche RV-Roadtrip.
Vom Red Rock Canyon führt mich die Route zunächst westwärts ins Death Valley. Badwater Basin, endlose Straßen, Wüste und einige der extremsten Landschaften Nordamerikas stehen auf dem Programm. Übernachten werde ich anschließend im Tecopa Hot Springs Resort.
Von dort drehe ich wieder nach Osten. Über Kingman geht es zurück auf die Route 66. Seligman und Williams liegen auf dem Weg, bevor ich schließlich den Grand Canyon erreiche.
Nach dem Grand Canyon führt die Route weiter Richtung Page und Lake Powell. Horseshoe Bend und Antelope Canyon gehören hier natürlich zum Programm.
Von Page geht es anschließend weiter ins Monument Valley. Einer der Orte, die wahrscheinlich kaum stärker für den amerikanischen Westen stehen. Dort möchte ich nicht nur durchfahren. Geplant ist eine Sunrise Navajo Tour zum Forest Gump Point und durch die Landschaft des Monument Valley.
Danach beginnt langsam der lange Weg Richtung Texas.
Die nächste große Station ist der Petrified Forest National Park. Von dort führt die Route quer durch New Mexico. Albuquerque und Santa Fe liegen auf bzw. nahe der Strecke, bevor es weiter Richtung Süden zum White Sands National Park geht.
Weiße Gipsdünen statt roter Felsen – und wieder eine Landschaft, die komplett anders aussieht als alles zuvor.
Nach White Sands dreht die Route endgültig nach Osten. Durch New Mexico geht es Richtung Texas und nach Amarillo. Spätestens hier bin ich endgültig wieder im Land der Route 66 angekommen.
Von Amarillo führt mich die Reise weiter zum Caprock Canyons State Park. Dort möchte ich vor allem eines sehen: Bisons. Im Park lebt die offizielle Texas State Bison Herd und genau deshalb gehört dieser Abstecher für mich unbedingt zur Route.
Danach wartet einer der Höhepunkte zum Ende der Reise: Fort Worth.
Stockyards, Longhorns, Westernatmosphäre und natürlich ein Rodeo. Nach all den Wüsten, Nationalparks und endlosen Highways dürfte Fort Worth noch einmal ein komplett anderes Amerika zeigen.
Die letzten Meilen führen mich schließlich nach Dallas und Grapevine. Dort endet nach rund 3.200 Meilen meine Reise mit dem Wohnmobil. Der Camper geht zurück zu El Monte und irgendwann heißt es dann auch für mich Abschied nehmen.
Von Dallas geht es über Frankfurt zurück nach München.
Wenn alles so funktioniert wie geplant, werde ich in diesen 17 Tagen Kalifornien, Nevada, Arizona, New Mexico und Texas durchqueren. Dazwischen liegen die Mojave-Wüste, die Route 66, Valley of Fire, Red Rock Canyon, Death Valley, Grand Canyon, Lake Powell, Antelope Canyon, Monument Valley, Petrified Forest, White Sands und Caprock Canyons.
Dazu kommen Las Vegas, kleine Route-66-Orte, Ghost Towns, ein E-Bike, ein Pickup, ein 25-Fuß-Wohnmobil und ziemlich viele Sonnenauf- und Sonnenuntergänge.
Rund 3.200 Meilen in 17 Tagen klingt erst einmal nach ziemlich viel.
Aber genau deshalb ist die Route so geplant, dass nicht jeder Tag aus einer riesigen Fahretappe besteht. Einige Tage werden lang, andere bewusst kurz. Manchmal werde ich früh morgens viele Meilen machen und dafür am Nachmittag ankommen. An anderen Tagen ist bereits der Weg das eigentliche Ziel.
Und wenn ich mir die komplette Route auf der Karte ansehe, ist genau das vermutlich der Punkt, auf den ich mich am meisten freue:
Nicht möglichst schnell von Los Angeles nach Dallas zu kommen.
Sondern auf alles, was dazwischen liegt.
Meine Fahrzeuge
schwarzer Ford Pickup F-150 für den ersten Abschnitt + später der 25-ft-RV von El Monte und das Lectric XP4
Die ersten Tage meines Roadtrips werde ich mit einem Full-Size-Pickup von Alamo unterwegs sein. Gebucht ist die Fahrzeugklasse Ford F-150 oder vergleichbar, wobei ich natürlich auf einen F-150 hoffe. Der große amerikanische Pickup bietet Platz für bis zu fünf Personen, Automatikgetriebe, Klimaanlage, Tempomat und vor allem eine große Ladefläche. Für mich alleine also eigentlich maßlos überdimensioniert – und damit genau richtig für einen amerikanischen Roadtrip.
Besonders freue ich mich auf meinen geplanten Sonnenaufgang in der Mojave-Wüste: Heckklappe runter, auf die Ladefläche setzen und mit einem dampfenden Kaffee in der Hand der Sonne beim Aufgehen zuschauen. Der Pickup begleitet mich von Los Angeles über die Route 66, Needles, Oatman und den Sitgreaves Pass bis nach Las Vegas sowie auf meinen Ausflug ins Valley of Fire.

In Las Vegas tausche ich den Pickup gegen mein Zuhause für den Rest der Reise. Bei El Monte RV wartet ein etwa 25 Fuß langes Class-C-Reisemobil auf mich. Mit ungefähr 7,5 Metern Länge ist es schon ein ordentliches Fahrzeug, bietet dafür aber alles, was ich für die kommenden Tage brauche. An Bord befinden sich ein festes Bett, ein großer Alkoven über dem Fahrerhaus, eine umbaubare Dinette, Küche mit Kühlschrank, Gefrierfach, Herd und Mikrowelle sowie ein eigenes Bad mit Dusche und WC. Dazu kommen Heizung, Dachklimaanlage, Warmwasser und Generator. Mit ungefähr 150 Litern Frischwasser an Bord kann ich auch einmal unabhängig von einem Campingplatz stehen. Für eine Person ist das Raumangebot natürlich mehr als großzügig. Aber da ich fast zwei Wochen darin wohnen und rund 2.500 Meilen bis nach Texas zurücklegen werde, darf es ruhig ein bisschen komfortabler sein.

Mein dritter Reisebegleiter ist deutlich kleiner und wird trotzdem eine wichtige Rolle spielen: ein Lectric XP4. Das faltbare Fat-Tire-E-Bike werde ich etwa eine Woche vor meiner Ankunft in Las Vegas bestellen und zu einer FedEx-Abholstation liefern lassen. Nach der Übernahme des Wohnmobils hole ich es dort ab und von diesem Moment an soll es mich auf der gesamten RV-Reise begleiten.
Das XP4 lässt sich zusammenklappen und damit wesentlich einfacher im Wohnmobil transportieren als ein normales Fahrrad. Zusammengefaltet misst es ungefähr 94 × 43 × 74 Zentimeter. Mit Akku bringt es allerdings trotzdem rund 31 Kilogramm auf die Waage – wirklich leicht ist der kleine Klappwürfel also nicht. Je nach gewählter Version gibt es das XP4 mit unterschiedlichen Motor- und Akkukonfigurationen. Welche Variante es bei mir letztendlich wird, entscheide ich erst kurz vor der Reise.
Das E-Bike soll mir vor allem die Freiheit geben, den großen Camper auch einmal stehen zu lassen. Für Fahrten auf Campgrounds, kleinere Erkundungstouren oder den Weg zu einem Aussichtspunkt muss ich dann nicht jedes Mal mein komplettes 25-Fuß-Wohnmobil bewegen. Und vielleicht gibt es bereits am ersten Tag seinen ersten Einsatz, wenn ich nach der Übernahme noch genügend Zeit habe, um damit den Campus der UNLV zu erkunden.
Damit besteht mein Fuhrpark für diesen Roadtrip aus drei ziemlich unterschiedlichen Fahrzeugen: einem amerikanischen Full-Size-Pickup für den Start, einem 25-Fuß-Class-C-Wohnmobil als Zuhause auf Rädern und einem faltbaren E-Bike für die kleinen Abenteuer zwischendurch.

Planung & Buchungen
Flug:
Habe ich im April 2026 gebucht - also ziemlich genau 10 Monate vorher. Gebucht wurde über Booking und mittlerweile - 4 Monate später - ist der Flugpreis für genau diesen Gabelflug von 3850 EUR auf 5150 EUR gestiegen
MUC - LAX (Direkt)
DLW - FRA - MUC
Hotels:
10 Monate vorher im April 2026 habe ich das Foghorn Harbour in Marina Del Rey - Los Angeles gebucht
1 Zimmer mit Kingsize-Bett und Gartenblick für $ 141.00
10 Monate vorher im April 2026 habe ich das Holiday Inn in Grapevine gebucht
1 Standardzimmer $ 207.00
7 Monate vorher im Juli 2026 habe ich das Flamingo in Las Vegas gebucht
Flamingo Room | 1 King | Strip View 2 Nächte $ 234.00 inkl. Resortfee
Reisemobil / Mietwagen (je mit 10 Mio Versicherung):
Camper im März (11 Monate vorher) bei USA-Reisen gebucht.
Class C Medium [MD] (24-26 ft) 1497.00 EUR (13 Tage inkl. One-Way)
Mietwagen Alamo von LA nach LV
Alamo Premium Pickup Premium Paket PLUS 195.00 EUR (4 Tage inkl. 1. Tankfüllung und One Way)
Campingplätze:
Gouldings Monument Valley Mai 2026 (9 Monate vorher)
40FT PULL THRU - FULL HOOK UP RV SITE / Non-Refundable / Goulding's Special 38.40$
Mather Campground Grand Canyon (6 Monate vorher)
Red Rock Canyon Campground (6 Monate vorher)
Tecopa Hot Springs RV Resort
Tour Antelope Canyon
Tour Monument Valley
Rodeo
Meine Technik unterwegs
Ich werde mitnehmen:
Iphone 17 Pro (CH) und Iphone 14 Pro Max (auf USA eingerichtet mit US-Sim)
Dji Pocket
Dji Neo Drohne (Führerschein für USA dabei)
Meta Ray Ban Brille
Dash Cam Redtiger aus meinem Camper (zur Sicherheit)
Go Pro Hero 10 black
Stativ gross, Stativ klein, Magnetadapter, Saugfuss
Warum? Weil es einen Urlaubsfilm für die Familie geben wird und ich es heute noch liebe, mir den letzten Film aus 2023 anzuschauen.
Was kostet der Roadtrip? – Die Planung
Gesamt plane ich mit knapp Fr. 9000



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